An diesen einen Moment in meinem Leben vor vielen Jahren erinnere ich mich bis heute. Mir wurde klar, dass nicht ich mein Geld im Griff hatte, sondern mein Geld mich.
Es war kein Drama im Raum, keine Kündigung, kein Scheidungskrieg, keine zerplatzende Blase. Es war ein ganz gewöhnlicher Abend unter der Woche, an dem ich auf mein Konto schaute und dachte: Irgendwie reicht es schon. Aber irgendwie auch wirklich nie.
Ich verdiente sehr gut und bezahlte meine Rechnungen pünktlich.
Und trotzdem war da dieses Gefühl in mir. Mal präsenter, mal leiser. Dieses Grundrauschen in meinem Nervensystem, das mich nie wirklich innerlich zur Ruhe kommen liess.
Kennst du das?
Du liegst im Bett und rechnest. Meistens kurz vor dem Einschlafen.
Und das machst du nicht, weil du das willst. Dein Kopf hört einfach nicht damit auf. Deine Miete, deine offene Steuerrate, deine Krankenkassenprämie und so weiter und so fort. Es fühlt sich wie ein Damoklesschwert an, das seit Monaten über dir hängt. Die Rechnung, die noch offen ist. Oder die Zahnarztkosten, die hoffentlich später beglichen werden können. Und das Auto, dass wohl jetzt besser nicht auch noch den Geist aufgibt.
Innerlich betest du, dass dieser Monat auch irgendwie aufgeht.
Schweissgebadet aufwachen klingt nach einer Ausnahme. Aber du weisst, dass es keine ist. Es ist und fühlt sich wie ein Dauerzustand an.
Dein Leben sieht von aussen betrachtet völlig normal aus. Du arbeitest, organisierst und bringst alles unter einen Hut - Job, Familie, Alltag. Deine Rechnungen bezahlst du. Meistens.
Und trotzdem weisst du: Da ist kein Sparpolster, keine echte Ruhe noch ein Gefühl von Sicherheit. Nur dieses ständige irgendwie.
Ob du in Zürich lebst, Wien oder Berlin, spielt kaum eine Rolle. Das Muster ist überall dasselbe. Ich höre es immer wieder in Gesprächen mit Frauen, die gut verdienen, gut funktionieren, und trotzdem das Gefühl nicht loswerden, dass es so nicht weitergehen kann.
Wenn du auf dein nahes Umfeld aus Freundinnen, Kolleginnen oder Geschwister schaust.
Die eine hat gerade eine Immobilie gekauft. Die andere bucht Ferien, ohne innerlich zu rechnen. Und wieder eine andere spricht ganz selbstverständlich über ihre Investitionen, die sie aus ihren Rücklagen tätigt, oder ihre private Altersvorsorge und ihren Finanzplan, den sie aufgebaut hat.
Und genau dann kommt in dir leise diese Frage hoch: Wo bin ich falsch abgebogen?
Diese Frage tut weh, weil sie viel tiefer geht als es Zahlen können. Sie kratzt an deinem Selbstbild. Du gehst auf die 50 zu. Du bist keine 25-jährige Berufseinsteigerin mehr, die das alles noch vor sich hat. Du hast jahrelang gearbeitet, dich um andere gekümmert, bist Kompromisse eingegangen, sei es beim Pensum, beim Lohn oder bei der Altersvorsorge.
Und jetzt stehst du da. Ohne Erspartes auf dem Konto und mit einer privaten Vorsorge, die sich nach nichts anfühlt. Mit dem Bewusstsein, dass die Aufstockung des Arbeitspensums immer wieder an Grenzen stösst, die du dir nicht selbst ausgesucht hast. Und mit der stillen Scham, die du lieber für dich behältst.
Das fühlt sich einsam an. Auch wenn du von Menschen umgeben bist, die dich mögen und schätzen.
Du bist nicht falsch abgebogen. Du bist einfach ohne Orientierungskarte losgelaufen.
Denn die meisten von uns haben nie gelernt, wirklich mit Geld umzugehen. Ich auf jeden Fall auch nicht. Weder in der Schule noch im Elternhaus. Und damit meine ich nicht Börsenwissen oder komplizierte Anlagestrategien, es sind die ganz einfachen Dinge des Alltags:
Wie führe ich mein Geld?
Wie baue ich eine Struktur auf, die zu mir passt?
Wie treffe ich Entscheidungen, ohne die ständige Angst im Hintergrund zu haben, dass es nicht reicht?
Stattdessen haben wir übernommen, was wir gesehen haben. Eltern, die endlose Diskussionen über Geld führten. Eltern, die nach dem Motto lebten: Es wird dann schon jemand schauen. Familien, in denen Geld entweder ein Konfliktthema oder ein Tabuthema war, aber nie wirklich ein Lernfeld.
Diese Muster gehen tief. Und sie laufen im Hintergrund weiter, auch wenn wir längst erwachsen sind, unser eigenes Geld verdienen und doch irgendwie immer das Gefühl haben: Es müsste eigentlich auch anders gehen.
Und das ist kein Persönlichkeitsfehler und auch kein Disziplinproblem. Es ist ein Mangel an Struktur, nichts weiter.
Ich habe irgendwann aufgehört zu hoffen, dass es irgendwie geht.
Nicht weil ich eine Finanzspezialistin noch eine Wirtschaftswissenschaftlerin bin. Ich war eine Frau, die auf einer Bank gearbeitet hatte, und trotz jahrelang gutem Einkommen das Gefühl hatte, nie wirklich anzukommen.
Was ich verändert habe: Ich habe aufgehört, mein Geld zu verwalten und angefangen, es zu führen.
Das klingt zuerst ähnlich, ist es aber nicht.
Führen bedeutet: Ich weiss, wohin mein Geld geht, welche Aufgaben es für mich erfüllt, und zwar bevor es weg ist. Ich weiss, was mein Alltag wirklich kostet. Ich weiss, welcher Teil meines Geldes Sicherheit aufbaut, und welcher Teil investiert wird.
Ich habe ein System aufgebaut. Schritt für Schritt.
Und dieses System trägt mich bis heute. Es hat mir erlaubt, selbstständig zu werden. Investitionen zu treffen, die ich früher nie gewagt hätte. Ferien zu buchen, ohne innerlich zu rechnen. Und, was ich als das Grösste empfinde: Ich treffe klare, nachvollziehbare Entscheidungen, die nicht aus der Angst heraus entstehen.
Das will ich auch für dich.
Geld "verschwindet" nicht einfach. Es verteilt sich überall dorthin, wo nicht klar ist, was du mit deinem Geld machen willst.
Deshalb beginnt finanzielle Ruhe nicht mit Anlageprodukten, nicht mit Verzichten und auch nicht mit komplizierten Tabellen.
Sie beginnt mit einem ehrlichen Blick auf das, was gerade wirklich da ist. Und zwar ohne, dass du es schönredest, ohne dich zu schämen und vor allem: ohne irgendwie.
Der Aufbau ist dabei immer derselbe:
Zuerst das Fundament mit Budget und Alltag strukturieren. Dann die Wände: Rücklagen aufbauen. Und erst dann kommt das Dach mit Investieren.
Die meisten wollen beim Hausbau mit dem Dach beginnen. Und nicht wenige machen es leider genau so. Aber: Beim ersten grossen, unerwarteten Einschlag (zum Beispiel Zahnarzt, Autoreparatur, Steuerrate) kracht das Ganze zusammen.
Du bist nicht zu spät dran. Nicht mit 45 und auch nicht mit 54. Und wichtig für dich: Auch nicht nach Jahren des Irgendwie.
Struktur kannst du lernen. Und du kannst damit heute beginnen.
Wenn du weisst, wo du stehst, kannst du entscheiden, wohin du willst.
Genau dafür habe ich "Die 3 Räume deines Geldes" entwickelt. Ein 4-Wochen-Programm, das dir hilft, Ordnung in deine Finanzen zu bringen. Stufe für Stufe, ohne Überforderung oder Buzzwords.
Drei Räume. Ein Fundament. Ein System.
Denn Geld, das trägt, fängt nicht mit Investieren an. Es fängt mit Klarheit an, wofür es steht.
Niemand liebt Chaos in seinen Finanzen. Willst du einen klaren Finanzaufbau haben und den Überblick über dein Geld behalten, bist du hier richtig.
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